Winterwanderung mit den SPD-Ortsvereinen Groß- und Kleinheubach zum Auenbiotop Großheubach.

Ortsverein


Anhand eines Modells erklärt Naturschutzwächter Wolfgang Neuberger den Körperbau des Nagetieres und seine Lebensweise

Zu sehen bekamen sie ihn nicht, den Bieber, aber er ist da, eine ganze Familie sogar, versicherte Wolfgang Neuberger, Naturschutzwächter und Biberkartierer aus Miltenberg den Mitgliedern der beiden SPD-Ortsvereine Groß- und Kleinheubach, die sich zu ihrer traditionellen Winterwanderung diesmal das Auenbiotop an der Heubachbrücke ausgesucht haben.

Hätte man eines der Tiere sehen wollen, hätte man sich in den Abendstunden treffen müssen, weil die Tiere nachtaktiv sind und sich tagsüber in ihrem Bau aufhalten. Doch die zahlreichen Teilnehmer haben auch so viel Wissenswertes erfahren. Mitte des 19. Jahrhunderts galt das Tier bei uns noch als ausgerottet. Mittlerweile gibt es dieses zweitgrößte Nagetier der Welt wieder in ganz Deutschland. Im Jahre 2000 wurden erstmals Spuren von ihm bei den Weberseen in Bürgstadt gesichtet, seit 2007 sind sie im Auenbiotop Großheubach heimisch. Mindestens fünf Familienmitglieder hat Neuberger schon gesichtet. Der Lebensraum des Bibers sind stehende und fließende Gewässer. Deutlich zu erkennen waren daher für die Teilnehmer die Wechsel, auf denen der schwimmende Holzfäller vom Biotop in den nahegelegenen Main wechselt, um dort im Ufergebüsch nach schmackhaften Pflanzen zu suchen. Was er vom Boden aus nicht erreicht, knabbert er so lange an, bis es umfällt. Auch Bäume bis achtzig Zentimeter Durchmesser kann er fällen, wusste Neuberger zu berichten.

Doch das Auenbiotop Großheubach ist mehr, als nur Lebensraum für den Biber, wie die Teilnehmer ebenfalls erfuhren. So kann man an guten Tagen nicht nur Kanada- und Graugänse, Fledermäuse und Krickenten hören, sondern auch den Ruf des Eisvogels. Daher appellierte Neuberger auch an die Hundebesitzer, ihre Tiere im Bereich des Biotops wie vorgeschrieben an die Leine zu nehmen. Eine geringe Einschränkung für den Hund, aber ein großer Segen für die Tierwelt dort, befand der engagierte Naturschützer und erhielt dafür uneingeschränkte Zustimmung.

 

Roman Kempf
OV-Vorsitzender Großheubach

Bilder:
Monika Wolf-Pleßmann
OV-Vorsitzende Kleinheubach

 
 

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