Pressebericht

Presse

Der Umbau des Rathauses war Thema der jüngsten Mitgliederversammlung der SPD Kleinheubach bei sommerlichen Temperaturen im Biergarten des „Parkhofs“. Die Vorsitzende Monika Wolf-Pleßmann erörterte die Kostenexplosion für die Nutzungsänderung und Umbau des Rathauses Kleinheubach. Lag die Kostenschätzung noch bei 1,5 Mio EUR, so ergab die erste Kostenberechnung bereits eine Summe von1,76 Mio EUR. Vergessene Gewerke, unter anderem Elektroarbeiten, waren der Hauptgrund für diesen enormen Unterschied zwischen Kostenschätzung und Kostenberechnung.

In der Juli-Sitzung der Gemeinschaftsversammlung wurde die Kostenberechnung erneut korrigiert. Diesmal lag die Begründung darin, dass man vergessen hatte, das seit 2011 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zu beachten. Zudem sollte ein Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) beauftragt werden, da der Umbau nach den Sommerferien bei laufendem Betrieb stattfinden soll. Die Dämmung des bisher verklinkerten Giebels, die Errichtung einer Wärmepuppe sowie einer PV-Anlage, sowie die Abkopplung vom bestehenden Nahwärmenetz und der dann notwendige Einbau einer Gasbrennwertheizung führen zu weiteren Ausgaben, so dass die Kostenberechnung nochmals, jetzt auf 1,87 Mio EUR, gestiegen ist. Der Betrag für den Umbau des Sitzungssaales sind in dieser Kostenberechnung allerdings nicht enthalten, erinnerte Fraktionsvorsitzender Münig.

Besonders die Gasbrennwertheizung fand Wolf-Pleßmann für unnötig und hat deshalb dieser Kostensteigerung nicht zugestimmt. Es besteht ein funktionierendes Nahwärmenetz mit Schule und Hofgarten. Zudem sorgen heute intelligente Steuerungen für optimal verteilte Wärme. Der staatliche Zuschuss sei für sie kein nachvollziehbares Argument. Des Weiteren wurde vom Markt gerade der Auftrag vergeben, ein Nahwärmenetz für den Altort zu untersuchen. Auch hier hätte als Kommune mit gutem Beispiel vorausgehen können.

Die Gemeinderäte Thomas Münig und Thomas Bissert, sowie Altbürgermeister Kurt Schüßler befürchteten, dass beim Anschluss der Gastherme möglicherweise weiter Ausgaben dazu kommen. In 2018 kommen neben dem Umbau des Rathauses noch die Sanierung des alten Rathauses, die ehemaligen Schule Marktstraße 28, die dringende Sanierung der Schulturnhalle, der Abriss des Anwesen Arold sowie Tiefbaumaßnahmen auf uns zu, bemerkte Bissert.

Zur Bundestagswahl wird die SPD-Kleinheubach zwei Infostände, am 16. sowie am 23. September ausrichten. Unter dem Motto „Ich bin ganz Ohr“ wird mit MdB Bernd Rützel eine Abendveranstaltung gerade auch für ErstwählerInnen organisiert. Interessiert MitbürgerInnen sind außerdem eingeladen zur Radtour mit dem Bundestagsabgeordneten. Los geht diese am 10. August um 9:30 Uhr an der Synagoge in der Gartenstraße. Altbürgermeister Kurt Schüßler wird dabei über das jüdische Leben in Kleinheubach berichten.

 
 

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