Bericht Landrat vor Ort

Ortsverein

„Gemeinsam miteinander reden“ eine Herzensangelegenheit von Landrat Jens Marco Scherf, die er bei der Veranstaltung „Landrat vor Ort“ am Mittwochabend in Kleinheubach wieder unter Beweis stellte.

Der SPD-Ortsverein hatte eingeladen und dass wieder nahezu alle Plätze im Nebenzimmer der Sportgaststätte Eintracht besetzt waren, freute besonders die Vorsitzende und weitere Stellvertreterin des Landrats Monika Wolf-Pleßmann. Wir leben in einer besonders reizvollen Gegend Bayerns schwärmte Scherf. Der Landkreis Miltenberg biete sowohl attraktive Arbeitsplätze als auch qualitativ hochwertige Wohn- und Lebensbedingungen. Nichts desto trotz müssen jedoch die Rahmenbedingungen für ein gutes Leben und verantwortungsvolles Wirtschaften konsequent weiterentwickelt werden.

Gesundheit und Pflege benannte Scherf als einen Schwerpunkt und beschrieb, dass durch seine Hartnäckigkeit und die Geschlossenheit aller Akteure die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) jetzt zwei Kinderarztstellen mehr im Landkreis genehmigte. Gleichzeitig wies er auf die schwierige Situation der niedergelassenen Hausärzte hin. Hier danke er auch Dr. Kriegbaum (Kleinheubach), der in vorbildlicher Weise den Weiterbildungsverbund organisiere. Dieser zeige eine erste Wirkung, ebenso wie das Projekt „Main-Landarzt“ gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten: „Es kommen junge Medizinerinnen und Mediziner in den Landkreis Miltenberg“, so der Landrat.

Als weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bezeichnete Scherf den Landschaftsschutz. Um Menschen zusammenzubringen und Projekte zu entwickeln wurde hier ein Runder Tisch mit konventionell und biologisch arbeitenden Landwirten ins Leben gerufen. Diesem Gremium gehören auch die verschiedensten Artenschützer an. Schließlich sind ca. zwei Drittel des Landkreises Miltenberg Landschaftsschutz- und 58% Waldgebiet. Dies zu erhalten ist das Ziel eines jeden und er lobte die wertschätzende Zusammenarbeit aller in diesem Gremium. Nicht gegeneinander und mit den Fingern auf den anderen zeigen, sondern miteinander anpacken, dass sei der „Miltenberger Weg“, und in Kürze gebe es sogar ein besonderes Miltenberger Brot nach Artenschutzkriterien unserer Bäcker und Landwirte, kündigte der Landrat an.

Der zu erwartende Fachkräftemangel war die dritte Themensäule des Abends. Hier berichtete Scherf von seinen Bemühungen die Rahmenbedingungen in Kultur und Sport, Mobilität und Bildung dafür zu schaffen, dass Schulabgänger*innen im Landkreis blieben oder nach einer Ausbildung oder Studium gerne nach Miltenberg zurückkommen wollen. Die Verwurzelung in den Vereinen ist hier eine wichtige Sache pflichtete SPD-Bürgermeisterkandidat Thomas Münig bei.

In der anschließenden Diskussion wurde besonders der innerörtliche Verkehr, die Elektrifizierung der Bahn und der Vorteil von Nahwärmenetzen erörtert.

 
 

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